<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>7Schläfer's Gedankensprünge</title>
	<atom:link href="http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.7schlaefers-domain.com</link>
	<description>Gedanken, Kommentare und Meinungen</description>
	<lastBuildDate>Tue, 24 Aug 2010 08:25:43 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>MOTD</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1031</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1031#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 08:25:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1031</guid>
		<description><![CDATA[Ein angekündigtes neues Computerspiel erhitzt die Gemüter. In der Reihe &#8220;Medal of Honor&#8221; wird das Spielgeschehen aus dem Rahmen des 2. Weltkriegs herausgelöst, und nach Afghanistan verlegt. Kritikpunkt ist nun, dass es den Spielern im Multiplayermodus möglich ist, die Taliban zu spielen. Der britische Verteidigungsminister etwa fordert, dass die Händler dieses &#8220;unbritische&#8221; Spiel erst gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein angekündigtes neues Computerspiel erhitzt die Gemüter. In der Reihe &#8220;<a title="http://www.ea.com/de/spiele/medal-of-honor#1" href="http://www.ea.com/de/spiele/medal-of-honor#1" target="_blank">Medal of Honor</a>&#8221; wird das Spielgeschehen aus dem Rahmen des 2. Weltkriegs herausgelöst, und nach Afghanistan verlegt. Kritikpunkt ist nun, dass es den Spielern im Multiplayermodus möglich ist, die Taliban zu spielen.</p>
<p>Der britische Verteidigungsminister etwa fordert, dass die Händler dieses &#8220;unbritische&#8221; Spiel erst gar nicht zum Verkauf anbieten sollen, der deutsche Bundeswehrverband ließ sich auch nicht lange bitten und erklärt, es sei &#8220;widerwärtig, so ein Spiel auf den Markt zu bringen, während in Afghanistan Menschen sterben.&#8221;.</p>
<p>Dem englischen Verteidigungsminister kann ich da nur zurufen, auch wenn im Spiel selber keine britischen Soldaten vorkommen: &#8220;Wenn Sie den Krieg nicht führen würden, gäbe es dieses Spiel erst gar nicht!&#8221; bzw. ihn fragen, da es &#8220;unbritisch&#8221; sei im Computerspiel möglicherweise Pixelengländer zu &#8220;töten&#8221;, ob es denn &#8220;britisch&#8221; sei, dass Engländer tatsächlich lebende Menschen töten.</p>
<p>Dem Sprecher des deutschen Bundeswehrverbandes kann man ebenso nur darauf hinweisen, in dem Fall mit der Bemerkung, dass die eigentliche Widerwärtigkeit ist, dass in Afghanistan tatsächlich Menschen sterben, und dass auch noch durch deutsche Beteiligung.</p>
<p>In dieser scheinheiligen Debatte wird sich denn auch nicht über die Kriegssimulation an sich echauffiert, sondern lediglich darüber, dass der Spieler auch die andere Seite wählen kann.</p>
<p>In einem Computerspiel stirbt nämlich niemand, da gibt es nur Einsen und Nullen, an und aus. Es mag zwar sehr realistisch ausschauen, zu Schaden kommt wie gesagt allerdings niemand.</p>
<p>Die PR-Abteilung von <a title="Electronic Arts" href="http://www.ea.com" target="_blank">EA</a> wirds auf alle Fälle freuen.</p>
<p>Markus Ernst</p>
<p>Quellen:</p>
<p><a title="Feindbilder: Neue Medal-of-Honor-Version erhitzt die Gemüter" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Feindbilder-Neue-Medal-of-Honor-Version-erhitzt-die-Gemueter-1063776.html" target="_blank">Heise</a><br />
<a title="Videospielskandal in den USA: Virtuell töten als Taliban" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,713257,00.html" target="_blank">SPIEGEL-Online</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=1031</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mafiöse Strukturen</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1021</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1021#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 12:26:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1021</guid>
		<description><![CDATA[Wie süß: unser neuer Bundespräsident beklagt sich über das Bild von Politikern in der Öffentlichkeit. So beklagt er: &#8220;Heute begleitet auch die Politiker viel Häme, viel Spott und viel Misstrauen &#8211; mehr als früher, und das kann so nicht bleiben&#8221;. Seine Grundaussage ist richtig, da dies in der Tat ein unhaltbarer Zustand ist. Andererseits wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie süß: unser neuer Bundespräsident <a title="Mission in Bellevue: Wulff beklagt jämmerliches Politiker-Image" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,712805,00.html" target="_blank">beklagt</a> sich über das Bild von Politikern in der Öffentlichkeit. So beklagt er: &#8220;Heute begleitet auch die Politiker viel Häme, viel Spott und viel Misstrauen &#8211; mehr als früher, und das kann so nicht bleiben&#8221;.</p>
<p>Seine Grundaussage ist richtig, da dies in der Tat ein unhaltbarer Zustand ist. Andererseits wird deutlich, wo er das Problem sieht, nämlich beim Wähler: &#8220;Demokratie funktioniere aber nur, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und nicht jeder Politiker als Karrierist verhöhnt werde.&#8221;</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bundespräsident, vielleicht wäre es ratsam zu untersuchen, wie dieses Bild in der Öffentlichkeit entstanden ist. Wie eine alte Volksweisheit sagt, ist auch ein Kern Wahres dran, wobei hier der Kern wohl sich mit den Aussagen fast komplett deckt.  Wie anders soll denn die Bevölkerung, also der Wähler, d.h. der Souverän, die Politiker beurteilen?</p>
<p>Politiker, die sich die Gesetze teilweise gleich von den Großkonzernen aus der Energiebranche, der Pharmaindustrie, der Finanzindustrie, etc. schreiben lassen, und dieselben Politiker, die die Begründung dafür von den PR-Abteilungen, der interessierten Konzerne, erstellten Reden einfach nur noch übernehmen? Politiker, die nicht, wie beim Eid geschworen, das Interesse des Volkes vertreten, sondern das der mächtigsten Konzerne, und allenfalls das eigene Interesse, in dem sie sich &#8220;legal korrumpieren&#8221; lassen, und die Entlohnung durch ein schönes Pöstchen nach der aktiven politischen Zeit in der Wirtschaft erfolgt?</p>
<p>In den ständig stattfindenden Wahlkämpfen wird doch gelogen, dass sich die Balken biegen, wenn Politiker sich öffentlich äußern, kann man getrost ebenso davon ausgehen.</p>
<p>Und Schuld ist der Bundesbürger, der die Politiker und ihr Handeln nicht versteht? Alles nur eine Frage der richtigen Darstellung?</p>
<p>Für wie dämlich halten Sie eigentlich Ihre Landsleute!</p>
<p>Ihre paternalistische Arroganz zeigt, dass Sie entweder schon lange den Boden unter den Füßen verloren haben und sich in einer ganz anderen Welt befinden, und/oder dass Sie sich auch für den gröbsten Unfug nicht zu schade sind.</p>
<p>Politiker, heißt es gerne als &#8220;Entschuldigung&#8221;, seien nichts anderes als ein Querschnitt der Gesellschaft, und daher sei ein derartiges Fehlverhalten ja nichts neues bzw. verwunderliches. Ich sehe dies allerdings ganz anders! Politiker, die vom Souverän mit besonderer Machtfülle ausgestattet wurden, haben nicht nur eine Vorbildfunktion, sondern müssen sich auch nach strengeren Maßstäben beurteilen lassen, als der Otto-Normal-Verbraucher. Wenn zudem der vom Volk mit Macht ausgestattete Politiker eben diese Macht an Großkonzerne verkauft, ist er nicht anderes als ein Verbrecher, der hier Sinn und Geist des Grundgesetzes mit Füßen tritt!</p>
<p>In anderen Ländern kennt man solche staatlichen Strukturen, die dort als organisierte Kriminalität, bzw. als mafiöse Strukturen bezeichnet werden.</p>
<p>Falls Sie tatsächlich ein ernsthaftes Interesse an einem besseren Bild der Politiker in der Öffentlichkeit haben sollten, sollten Sie anfangen dafür zu sorgen, dass die Politik ihren eigentlichen Aufgaben nachkommt, und sich nicht mehr erpressen bzw. korrumpieren lässt. Achso, Sie sind ja nur der Bundespräsident. Trotzdem könnten Sie dementsprechende Debatten anstoßen, so dass die Politik diese auf Dauer nicht länger ignorieren kann. Als ehemaliger Ministerpräsident müssten Sie schließlich über ausreichend Insider-Wissen verfügen.</p>
<p>Markus Ernst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=1021</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Business as usual</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1016</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1016#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 10:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1016</guid>
		<description><![CDATA[Die Atomkraft ist seit Jahren weltweit auf dem Rückzug. Abgesehen von der sicheren Endlagerung des radioaktiven Mülls stellen auch laufende Atomreaktoren eine Gefahr für die Menschen dar. In der Vergangenheit stellte sich die Gefahr durch mögliche Unfälle dar, in den letzten Jahren sind auch noch mögliche terroristische Angriffe hinzugekommen. In Deutschland jedoch wird so getan, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Atomkraft ist seit Jahren weltweit auf dem Rückzug. Abgesehen von der sicheren Endlagerung des radioaktiven Mülls stellen auch laufende Atomreaktoren eine Gefahr für die Menschen dar. In der Vergangenheit stellte sich die Gefahr durch mögliche Unfälle dar, in den letzten Jahren sind auch noch mögliche terroristische Angriffe hinzugekommen.<br />
In Deutschland jedoch wird so getan, als ob es ohne Atomkraft nicht ginge, und deshalb wird ja aktuell auch über eine Laufzeitverlängerung bestehender Atommeiler diskutiert, auch wenn das geplante Vorgehen, also die Übergehung des Bundesrates, massive juristische Bedenken hervorruft. Die Laufzeitverlängerung scheint ohnehin nur dazu zu dienen, den Energieriesen ein problemloses Umstellen ihres Geschäftsmodelles zu ermöglichen, damit diese auch in Zukunft den Strommarkt dominieren können.</p>
<p>Nun diskutiert die Bundesregierung über eine Einführung einer Brennelementesteuer, worauf die Atomindustrie ihrerseits mit einem sofortigen Ausstieg aus der Atomwirtschaft drohte.</p>
<p>Als ich dies laß dachte ich mir sofort: liebe Atomindustrie, macht eure &#8220;Drohung&#8221; war, bzw. die Politiker sollen sagen: liebe Atomindustrie, wir nehmen ihr großzügiges Angebot sehr gerne an.</p>
<p>Die Vorteile lägen auf der Hand: die Frage nach der Endlagerung hätte sich geklärt, zumal das von der Politik favorisierte Gorleben keine Ideallösung darstellt. Ferner ist durch den weltweiten Rückgang der Atomkraft die Zukunft sowieso in anderen Energiequellen zu finden; wenn man rechtzeitig dort investiert, hat man für einige Jahre einen Wettbewerbsvorteil. Apropos Wettbewerb: ein Wettbewerb in der Stromwirtschaft ist aktuell durch die Energieriesen sowieso nicht gewährleistet. Wenn diese auf ihre Haupteinnahmequelle verzichten würden, könnte endlich Bewegung in diesen Markt kommen, wovon letztendlich auch der Verbraucher profitieren könnte.</p>
<p>Falls es auf dem Strommarkt durch das Abschalten der deutschen Atommeiler tatsächlich zu Engpässen käme, müsste man den benötigten Strom bspw. aus Frankreich importieren, und Deutschland hätte zusätztliche Anreize diese Abhängigkeit schnell zu beenden.</p>
<p>Allerdings brauchen wir uns keine allzugroßen Hoffnungen machen, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Die Bundesregierung und die von Union und FPD geführten Landesregierungen haben nämlich gar kein Interesse auf die Atomkraft zu verzichten. Aktuell wird geprüft, wie man mit einer nur &#8220;moderaten&#8221; Laufzeitverlängerung den Bundesrat übergehen kann, und auch bei der Brennelementesteuer zeichnet sich ein Kompromiss ab. Zudem ist anscheinend ein Vertrag zwischen Bundesregierung und Atomwirtschaft geplant, d.h. dass der Bundestag aussen vor gelassen würde, ein nach meinem Verständnis klarer Bruch mit der Verfassung.</p>
<p>Die Kreativität unserer Bundesregierung scheint, wenn sie keine politischen Mehrheiten bilden kann, keine Grenzen zu kennen. Man lebt ja so gut in der Symbiose mit der Wirtschaft, hier der Atomwirtschaft. Warum also etwas ändern? Änderung bedeutet schließlich die Möglichkeit von Machtänderungen und den Verlust von Privilegien. Da macht man lieber so lange weiter wie bisher, und hofft in der Zwischenzeit die Dinge so zu regeln, dass sich in der Zukunft ebenfalls nichts ändert.<br />
Aktuell kann man das auch an unserer Wirtschaftspolitik sehen. Obwohl spätestens seit den letzten drei Jahren klar geworden sein müsste, dass die einseitige Exportausrichtung kein Zukunftsmodell ist, will man nun das veraltete Modell nun doch behalten, weil die aktuellen Zahlen Traumwachstumswerte in der Exportwirtschaft ausweisen. Das diese Zahlen in Wirklichkeit gar nicht so traumhaft sind, wird natürlich unterschlagen. Trotzdem wird eine Jubelstimmung verbreitet und eine Neuausrichtung der Wirtschaft hinten angestellt.</p>
<p>Die Politik versagt also bei ihrer ureigensten Aufgabe, für das Wohl der Bundesrepublik Deutschland zu sorgen, in dem sie ihre und Einzelinteressen über das Gemeinwohl stellt.</p>
<p>Markus Ernst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=1016</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>A new wave?</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1000</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1000#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 15:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=1000</guid>
		<description><![CDATA[Wir kennen das alle: wenn in den USA eine Welle entsteht, dann schwappt sie irgendwann auf den europäischen Kontinent über. Die neueste Welle, die uns bedroht, ist augenscheinlich der militante Vegetarismus. Anstelle das Menschen sich meinetwegen gegen das Fleischessen entscheiden, soll es nun gesellschaftlich geächtet werden. Argumentiert wird dabei mit der Massentierhaltung, mit den Rechten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir kennen das alle: wenn in den USA eine Welle entsteht, dann schwappt sie irgendwann auf den europäischen Kontinent über. Die <a title="Vegetarier auf dem Vormarsch: Der Speck muss weg" href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,710622,00.html" target="_blank">neueste Welle</a>, die uns bedroht, ist augenscheinlich der militante Vegetarismus. Anstelle das Menschen sich meinetwegen gegen das Fleischessen entscheiden, soll es nun gesellschaftlich geächtet werden. Argumentiert wird dabei mit der Massentierhaltung, mit den Rechten der Tiere, mit der Gesundheit, und natürlich ganz zeitgeistgemäß mit dem CO2-Verbrauch, der ja bei Tierhaltung höher ist, als wenn man auf die Tierhaltung verzichtet.</p>
<p>Das hat uns gerade noch gefehlt!</p>
<p>Es stimmt: wenn man Tiere in der Massentierhaltung sieht, kann es einem schon ganz anders werden. Auch bei der industriellen Aufbereitung von Fleisch, oder was als solches ettiketiert wird, kann man zum Teil getrost bezweifeln, dass es sich um Fleisch handelt.</p>
<p>Mit den Rechten von Tieren ist es so eine Sache an sich. Tiere, im juristischen Sinne, werden als Sache behandelt, und verfügen nicht wie die Menschen über Grundrechte. Hier ist wohl eher ein moralisches Recht gemeint, bei dem die Menschen ihre Gefühle und Sinne auf das Tier projezieren, und daraus auf ähnliche Rechte für Tiere schlußfolgern.</p>
<p>Das Thema Gesundheit kann oder gar darf natürlich nicht aussen vor bleiben, sind die Menschen in der heutigen Zeit in erster Linie gesundheitsbewußt, und lassen oft nichts unversucht, um ihre Gesundheit noch weiter zu steigern. Wenn die Vegetarier hier punkten können, haben sie es schon zum Großteil geschafft.</p>
<p>Schließlich kommt auch die Klimakeule zum Zug: da die Massentierhaltung Unmengen an CO2 produziert, gehört es für den modernen ökologisch verantwortlichen Menschen zum Pflichtprogramm, unnötigen CO2-Ausstoß zu minimieren, um den Klimawandel zu stoppen.</p>
<p>Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Vegetarier, Veganer, und alle anderen, die auf Fleisch verzichten, leben ungesund!<br />
Wie jede Mangelernährung schadet der Verzicht auf Fleisch dem menschlichen Körper. Dies alleine sollte jede Debatte um Fleischverzicht im Keim ersticken!</p>
<p>Nichtsdestotrotz möchte ich kurz die vier Punkte von oben aufgreifen, und kurz dazu Stellung beziehen.</p>
<p>Ja, wir haben Massentierhaltung. Und ja: es gibt bei der Massentierhaltung und bei der industriellen Aufarbeitung sowie beim Transport viel Verbesserungspotential. Anstelle auf das Fleisch ganz zu verzichten, sollte man lieber darauf hinarbeiten, dass in den problematischen Bereichen Verbesserungen durch den Gesetzgeber erzielt werden. Ohne Massentierhaltung geht es halt nicht.</p>
<p>Tiere haben keine Rechte. Das heißt nicht, dass man sie wie Dreck behandeln soll, sondern, soweit praktikabel, vernünftig hält. Tiere sind eine natürliche regenerative Ressource, die man vernünftig ausbeuten kann. Das töten von Tieren als Verbrechen zu stilisieren ist grober Unfug.</p>
<p>Der Verzicht auf Fleisch ist eine Mangelernährung, und schadet dem menschlichen Organismus, da diesem wichtige Spurenelemente vorenthalten werden, die es nur in Fleischprodukten gibt. Es ist wie immer eine Frage der Dosierung: ein moderater bzw. ein bewußter Fleischkonsum ist der richtige Weg.</p>
<p>Es ist wahr: der Mensch produziert CO2. Zudem ist der moderne Mensch zu der Überzeugung gelangt, dass er den aktuellen Klimawandel produziert habe, und dass er diesen auch stoppen könnte, wenn er dementsprechend gegensteuert. Dies alles veranlasst nun eine größer werdende Zahl von Menschen zu denken, dass sie globale klimatische Prozesse beeinflussen oder gar steuern können. Das es in der Vergangenheit schon wesentlich größere klimatische Veränderungen gegeben hat, die zudem auch schneller von statten gingen, wird dabei genauso ausgeblendet wie die Tatsache, dass bekannt ist, dass der CO2-Ausstoß gar nicht in dem Umfang gemindert werden könnte, wie er nach menschlichen Vorstellungen gemindert werden müsste, um den Klimawandel aufzuhalten.<br />
Hinzukommt, dass es bei der CO2-Diskussion nicht darum geht den Klimawandel aufzuhalten, sondern um neue Technologien zu etablieren, bei denen die industrialisierten Länder einen Vorteil haben, d.h. dass hier ein großer neuer Markt geschaffen werden soll, den in erster Linie westliche Länder bedienen, d.h. ausbeuten können.</p>
<p>Man kann es also drehen und wenden wie man will: man wird kein besserer Mensch durch Fleischverzicht, im Gegenteil: man schadet vor allem sich selber.<br />
Mich stört es auch in keinster Weise, wenn Menschen auf Fleisch verzichten wollen, es vegetarische, veganische, wasauchimmer Restaurants gibt. Mich würde es allerdings massiv stören, wenn sich hier die Politik einmischte und womöglich den Fleischkonsum regulierte oder gar Schlimmeres; nicht nur, weil es gesundheitsgefährdend wäre, sondern auch weil ich für meinen Teil Fleisch mag. Ein ordentliches &#8220;Prime Rib&#8221;, ein schönes &#8220;T-Bone&#8221;, ein schmackhaftes Rumpsteak, oder eine crosse Bratwurst, darauf möchte ich nicht verzichten.</p>
<p>Markus Ernst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=1000</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Glaubenskriege</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=988</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=988#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 22:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=988</guid>
		<description><![CDATA[Unsere Gesellschaft wird zunehmend immer mehr verwissenschaftlicht, egal in welchem Bereich. Das ist auf den ersten Blick keine schlechte Entwicklung, ist die Wissenschaft doch der bis dato erfolgreichste Versuch der Menschheit alles, womit Menschen in Kontakt kommen oder kommen könnten, zu beschreiben. Die Methodik ist klar und einfach, und hat sich über die Jahrhunderte bewährt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Gesellschaft wird zunehmend immer mehr verwissenschaftlicht, egal in welchem Bereich. Das ist auf den ersten Blick keine schlechte Entwicklung, ist die Wissenschaft doch der bis dato erfolgreichste Versuch der Menschheit alles, womit Menschen in Kontakt kommen oder kommen könnten, zu beschreiben. Die Methodik ist klar und einfach, und hat sich über die Jahrhunderte bewährt.</p>
<p>Wir können mittlererweile auf den Mond und rund um die Welt fliegen, Satelliten zu allen möglichen Zwecken in die Erdumlaufbahn schießen, legen immer mehr Details des Organismus offen, und können die Welt mehrfach zerstören. Und noch viele andere Dinge. Zwar bleibt die Frage des &#8220;Warums&#8221; zwangsweise meistens unbeantwortet, allerdings lassen sich mit dem Werkzeug Wissenschaft schon sehr erstaunliche Dinge anstellen.</p>
<p>Bei diesem Überschwang wird allerdings sehr gerne die kritische Sicht auf die Wissenschaft ausgeblendet, und die Wissenschaft als absolute Wahrheit dargestellt. Unabhängige Forscher und Studien verschwinden mehr und mehr, Studien werden zum Teil sehr unsauber erstellt, und es fehlt die Zeit, und vor allem der ökonomische Anreiz, die bestehenden Theorien zu überprüfen bzw. zu falsifizieren.</p>
<p>Deutlich wird dies gerade bei der jüngst begonnen Hexenjagd auf die Homöopathie. Die Wissenschaft als solche lehnt die Homöopathie ab, und ist in ihrem Selbstverständnis natürlich auch dazu verpflichtet. Da die Homöopathie nämlich nicht eine Wissenschaft ist, und auch nicht mit einer wissenschaftlichen Methode arbeitet, wird sie aus Prinzip abgelehnt.</p>
<p>Auf der anderen Seite hat die Homöopathie allerdings auch Erfolge, zum Teil gerade dort, wo die Schulmedizin, also die Wissenschaft, versagt. Die Gründe für das Versagen können alle möglichen Gründe sein, entweder dass das Verständnis der biologischen chemischen und psychologischen Prozesse, und deren Zusammenspiel, sehr beschränkt oder schlicht nicht vorhanden ist, dass die wissenschaftlichen Modelle zu abstrakt sind, was auch immer, man weiß es schlußendlich nicht.</p>
<p>Genaugenommen müßte die Wissenschaft herausfinden, was an ihren Modellen de facto falsch ist, da spätestens die normative Kraft des Faktischen im Einzelfall, oder auch mehreren Fällen, beweißt, dass das verwendete Modell und seine Annahmen so nicht funktionieren.</p>
<p>Stattdessen wird versucht mit wissenschaftlichen Denkmodellen die Homöopathie zu diskretitieren, was auch nicht schwer fällt, da mit den heutigen Forschungsmethoden eine Wirksamkeit der Homöopathie nicht nachgewiesen werden kann. Somit wird den homöopathischen Erfolgen ganz einfach der Stempel &#8220;Placebo&#8221;-Effekt aufgedrückt, und die Wissenschaft ist einfach so aus dem Schneider.</p>
<p>Gut, man könnte argumentieren, dass die Wissenschaft einfach noch ein paar Jahre/Jahrzehnte/Jahrhunderte braucht, nur ist dies momentan nicht zielführend.</p>
<p>Formulieren wir es doch einfach um: wenn jemand krank ist, dann ist es dieser Person vollkommen egal, wie und warum er/sie wieder gesund geworden ist, vor allem wenn die Schulmedizin im Vorfeld bereits versagt hat und [!] die Heilung zum Teil nicht [!] erklären kann. Selbst wenn es tatsächlich nur einen Placeboeffekt bei der Homöopathie gäbe, wäre es dieser Person weiterhin egal, Hauptsache wieder gesund. Der Arbeitgeber freut sich da genauso wie die Krankenkasse.</p>
<p>Es kann doch nicht sein, dass man eine Heilung von der Entwicklungsgeschwindigkeit der Wissenschaft und den Interessen der Pharmaindustrie abhängig macht, getreu dem Motto: du bleibst solange krank, bis die Wissenschaft dieses Problem lösen kann und/oder die Pharmaindustrie ihr Geschäftsmodell erfolgreich umgestellt hat.</p>
<p>Eines kann man der Wissenschaft nicht nehmen: ihre Analysefähigkeit ist unübertroffen (z.B. gutartiger Tumor Position X,Y,Z)! Solange die Wissenschaft beschreibt ist sie in der Regel nicht anzugreifen. Das Problem entsteht dann, wenn im Beispiel der Medizin die richtige Therapie gefunden werden muss, man anfängt das vorliegende Ergebnis zu interpretieren bzw. wenn man versucht Zusammenhänge herzustellen. Der Körper muss sich selber heilen, und die Medizin versucht [!] ihn dabei zu unterstützen in dem sie versucht [!], die optimalen Rahmenbedingungen zu schaffen. Solange die Medizin eben nicht weiß warum der Körper ein bestimmtes Verhalten aufweist, ist sie in ihrem Therapieansatz stark benachteiligt.</p>
<p>Der gesunde Menschenverstand existiert in der Wissenschaft nicht, er sollte aber bei denen existieren, die Wissenschaft betreiben, und ganz besonders bei denjenigen die darauf ihre Entscheidungen stützen. Wenn man nicht von Zeit zu Zeit die nötige kritische Haltung einnimmt, kommt es zu solchen Auswüchsen wie in der jüngsten Vergangenheit. Sei es die Hexenjagd auf die Homöopathie, sei es der Kreuzzug gegen das Passivrauchen. Gerade bei letzterem tut sich die Wissenschaft keinen Gefallen. Studien, die extrem unsauber gemacht werden, beeinflusst von externen Interessen, und deren Ergebnis bereits im vornhinein feststehen.</p>
<p>In beiden Fällen wird ein Glaubenskrieg gefochten, auch wenn beide unterschiedlich geführt werden. Die Wissenschaft als Religion, die Religionsführer (Wissenschaftler), und die Jünger (der Rest) die in ihrem Käfig gefangen sind. Im Beispiel der Homöopathie also ein Krieg gegen die Andersgläubigen, die Heiden, diejenigen, die sich nicht nur des Werkzeugs Wissenschaft bedienen wollen, sondern auch noch anderen Göttern (Geld zählt hier ausnahmsweise nicht) dienen, im Beispiel des Passivrauchens ein Glaubenskrieg innerhalb der Wissenschaft, nämlich welche Methodik und welche Interpretation nun anzuwenden ist. In beiden Fällen wird der Krieg zusätzlich von aussen am Laufen gehalten, und die Wissenschaft dabei auch korrumpiert.</p>
<p>Die Politik, die hier regulierend eingreifen könnte unterlässt dies aber, im Gegenteil. Anstelle den Universitäten mehr Gelder zu bewilligen und bspw. der Pharmaindustrie abzunehmen um unabhängige Forschung zu gewährleisten macht die Politik genau das Gegenteil. Dies betrifft alle Wissenschaften, mit denen sich das &#8220;große Geld&#8221; verdienen lässt. Statt Unabhängigkeit die vollständige Kommerzialisierung, so dass diejenigen mit dem meisten Geld die Forschungsergebnisse bestimmen. Anstelle das Sommerloch zu stopfen und eine Hexenjagd auf die Homöopathie zu starten, um angeblich Kosten einzusparen, sollten sie diese Entscheidung den Kostenträgern überlassen. Anstelle mit fragwürdigen medizinischen Studien zum Passivrauchen aufzuwarten und ein Rauchverbot durchzusetzen, sollte sie lieber die Gastronomiebetriebe großzügig steuerlich fördern, die in ihren Räumlichkeiten das Rauchen verbieten, und diejenigen, die dies erlauben, stärker zur Kasse bitten.</p>
<p>Mit Verboten erreicht man in einer kapitalistischen Gesellschaft fast nichts, mit Geld fast alles.</p>
<p>Markus Ernst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=988</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zero Tolerance 2.0</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=975</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=975#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 14:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=975</guid>
		<description><![CDATA[Es ist wieder einmal so weit: das Thema Nichtraucherschutz ist in aller Munde. Was ist denn nun wieder passiert? In Bayern gab es gestern einen Volksentscheid, nachdem ab dem 01. August 2010 fast sämtliche Aussnahmen des Nichtraucherschutzgesetzes abgeschafft werden. Als unmittelbare Folge brechen wieder die Grabenkämpfe um das Pro und Contra auf. Eine sinnvolle Diskussion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wieder einmal so weit: das Thema Nichtraucherschutz ist in aller Munde. Was ist denn nun wieder passiert? In Bayern gab es gestern einen Volksentscheid, nachdem ab dem 01. August 2010 fast sämtliche Aussnahmen des Nichtraucherschutzgesetzes abgeschafft werden.</p>
<p>Als unmittelbare Folge brechen wieder die Grabenkämpfe um das Pro und Contra auf. Eine sinnvolle Diskussion ist nicht möglich, und vor allem von den Verbotsbefürwortern auch nicht erwünscht, was vor allem das schließen von Kompromissen betrifft, etwas also, das sonst gerne als demokratische Tugend verkauft wird.</p>
<p>Interessant finde ich die Überlegung was passiert wäre, wenn das Ergebnis umgekehrt ausgegangen wäre: gleiche Wahlbeteiligung, nur 60% für die Beibehaltung und 40% für das komplette Verbot. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Initiatoren von einer erfolgreichen Beeinflussung durch die Tabaklobby gesprochen hätten, so wird es nun halt als Sieg für die Demokratie verkauft; vor allem in der heutigen Zeit, wo über die große Politikverdrossenheit geklagt wird (siehe auch Wahlbeteiligung gestern), kommt so ein Volksentscheid doch wie gerufen, und dient als Kontrollinstanz.</p>
<p>Auch die Basis, d.h. das Fundament, auf das sich die Nichtraucher-Lobbyisten stützen, müsste einer genaueren Prüfung unterzogen werden. Überhaupt: es gibt nicht nur eine Tabak-Lobby, sondern auch eine Nichtraucher-Lobby, die ebenfalls über sehr große finanzielle Mittel verfügt, anders ließen sich die Propagandafeldzüge gegen das Rauchen auch gar nicht finanzieren. Die Nichtraucherinitiativen werden zum Teil von der Parmaindustrie unterstützt, die auf diese Weise den Absatz ihrer Produkte für den werdenden Nichtraucher erhöhen möchte.</p>
<p>Studien, die den gesundheitlichen Schaden von Passivrauchen widerlegen oder auch nur relativieren, werden als Propaganda abgetan, genauso müsste man dann die anderen Studien, die das Gegenteil behaupten, ebenfalls als Propaganda abtun. Es gibt Studien, die von beiden Seiten verfälscht wiedergegeben werden, als auch Studien von beiden Seiten, die sich den Vorwurf der gezielten Manipulation gefallen lassen müssen. Was früher der Tabakindustrie vorgeworfen wurde, nämlich die Verharmlosung des Rauchens, muss nun den Rauchgegnern vorgeworfen werden, nämlich dass sie die Gefahren des Rauchens bzw. Passivrauchens über Gebühr aufbauschen.</p>
<p>Das gestrige &#8220;Volksurteil&#8221; zeigt vor allem zweierlei: 1.) den Sieg der Bequemlichkeit, und 2.) den Sieg der Intoleranz.</p>
<p>Zu 1.): wenn es tatsächlich um die Gesundheit ginge, und das Passivrauchen, d.h. das Einatmen von gesundheitsgefährdenden Partikeln, tatsächlich so ungesund ist, wie von der Nichtraucher-Lobby immer wieder behauptet, dann müsste man auch dem größten Giftgasemmitenten zu Leibe rücken, nämlich dem Automobil. Das Automobil verbreitet dabei nicht nur millionenfach hochgiftige Abgase, denen man sich nirgendwo entziehen kann, sondern gefährdet das Leben und die Gesundheit der Menschen durch Verkehrsunfälle. Hier siegt eindeutig die Bequemlichkeit. Es ist in der Tat wesentlich bequemer mit einem eigenen Auto, anstatt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zu fahren, vom Laufen mal ganz abgesehen. Da ist es wesentlich bequemer etwas zu bekämpfen, von dem man nicht abhängig ist, und seine eigene Abhängigkeit (hier vom Automobil) bagatellisiert, auch wenn der verursachte Schaden deutlich über dem vom Rauchen liegt.</p>
<p>Zu 2.) ich verstehe diese unglaubliche Intoleranz nicht: wenn unsere Gesellschaft partout das Nichtrauchen fördern will, soll sie ganz einfach für Nichtraucherkneipen-, -lokale, -diskos, etc. Steuervergünstigungen anbieten, finanziert durch die Tabaksteuer. Wo es eine Nachfrage (laut Nichtraucher-Lobby) gibt, bleibt das Angebot nicht aus. Wenn keine Nichtraucherkneipen in der Ortschaft vorhanden sind, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder gibt es keine, oder nur eine sehr geringe Nachfrage, oder jemand hat eine Geschäftsidee verpasst. Auch die strikte Ausweisung als &#8220;Raucherlokal&#8221; wird nicht toleriert, getrennte Räumlichkeiten genausowenig wie funktionierende Entlüftungsanlagen.</p>
<p>Unabhängig davon wie schädlich Passivrauchen tatsächlich ist, sollte man hier nicht in ein schwarz-weiß Muster verfallen. Hier geht es eben nicht um die Gesundheit, sondern um Kontrolle. Den Menschen wird durch die Volksabstimmung in Bayern, und auch in anderen Ländern, suggeriert, dass das System noch funktioniert. Gleichzeitig kann man wunderbar von den eigentlichen Problemen ablenken, und ein weiterer Vorteil liegt auch auf der Hand: indem man das Volk spaltet (morgen sind vielleicht bereits die Übergewichtigen dran) verhindert man ein Aufbegehren durch bspw. einen saftigen Wahldenkzettel.</p>
<p>Verblüffend ist und bleibt, wie selbst normalerweise kritische Stimmen, die sonst der Regierungs- und Medienpropaganda sowie den Lobbyisten argwöhnisch bis ablehnend gegenüberstehen, auf einmal alles schlucken, was man ihnen vorsetzt. Es entwickelt sich daraus stellenweise ein Fanatismus, der seines gleichen sucht. Der gesellschaftliche Aspekt der steigenden Reglementierung und dadurch steigenden Entmündigung wird dabei auch gerne vernachlässigt.</p>
<p>Was bleibt: eine sich selbst zerfleischende Bevölkerung sowie Politker und andere Profiteure, die sich ins Fäustchen lachen können.<br />
Das &#8220;witzigste&#8221; dabei ist: ein Hamburger ist so schädlich wie Passivrauchen (<a title="Es ist ein Wunder" href="http://www.immunology.unibe.ch/wiki/Files/es_ist_ein_Wunder.pdf" target="_blank">Link und Lesebefehl</a>).</p>
<p>Also &#8220;Null Toleranz&#8221; als Gesellschaftsmodell? Klingt erstmal gut, ist es aber nicht. Oder machens wir einfach anders rum: Zero Tolerance für unsere politischen und wirtschaftlichen Eliten.</p>
<p>Markus Ernst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=975</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wahlgroteske</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=967</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=967#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 23:30:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=967</guid>
		<description><![CDATA[Es wird wieder einmal &#8220;gewählt&#8221;. Im Unterschied zu den normalerweise stattfinden Wahlen wird heute der Bundespräsident &#8220;gewählt&#8221;. Wie wir alle bereits jetzt wissen, wird der neue Bundespräsident Wulff heißen. Auch bei den letzten Bundespräsidentenwahlen wußte man bereits vorher, wer es werden wird. Nur: Warum nennt man etwas eine Wahl, was de facto keine ist? Weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird wieder einmal &#8220;gewählt&#8221;. Im Unterschied zu den normalerweise stattfinden Wahlen wird heute der Bundespräsident &#8220;gewählt&#8221;. Wie wir alle bereits jetzt wissen, wird der neue Bundespräsident Wulff heißen. Auch bei den letzten Bundespräsidentenwahlen wußte man bereits vorher, wer es werden wird. Nur: Warum nennt man etwas eine Wahl, was de facto keine ist? Weil es wie eine ausschauen soll.</p>
<p>Bei den diversen sonstigen Wahlen in unserem Lande hat der Wähler immerhin die Wahl, von wem er sich hinters Licht führen lässt. So ist keineswegs sicher, welche Parteienkonstellation die Regierungsmehrheit in den Kommunal- Landes- oder Bundestagswahlen erhält. Das liegt wohl in unserem Wahlrecht begründet, nach dem unter anderem eine freie Wahl als demokratische Errungenschaft gilt, der Wähler also unbeeinflusst seine Stimme abgeben darf.</p>
<p>Interessant ist dabei, dass dieses demokratische Grundrecht, obwohl in der Verfassung verankert, bei unseren Damen und Herren Abgeordneten keine Berücksichtigung findet. Vielmehr wird durch die jeweilige Partei bestimmt, wie sich die einzelnen Abgeordneten einer Partei zu entscheiden haben. Einige wenden da bestimmt zurecht ein, dass es nicht überraschend sein kann, dass in einer (Parteien)diktatur demokratische Grundrechte der Parlamentarier je nach Gusto des jeweiligen großen Vorsitzenden eingeschränkt bzw. aufgehoben werden können.</p>
<p>Trotzdem wird heute wieder einmal der Bundespräsident &#8220;gewählt&#8221; werden, weil man eben dem Protokoll gerecht werden muss. Alleine das Wort Wahl impliziert ja bereits die Möglichkeit für den Wählenden sich für eine von mehreren Möglichkeiten zu entscheiden. Was für den gemeinen Wähler noch eine gewisse Gültigkeit besitzt, auch wenn es an der Politik nichts ändert, verkommt bei Politikern, die wählen sollen, zur Groteske.</p>
<p>Angeblich aus historischen Gründen haben unsere &#8220;Gründungsväter&#8221; eine Direktwahl des Bundespräsidenten ausschliessen wollen, da sie eine Wiederholung der Geschichte aus der Weimarer Republik verhindern wollten. Was für ein starker Tobak. Ein Bundespräsident, der nur zum repräsentieren und zum Unterschreiben der Gesetze zuständig ist kann, egal über welche Rhetorik und Charisma er auch verfügen mag, keinen nennenswerten Schaden anrichten; der wird vorher einfach abgesägt bzw. entfernt. Nichts desto Trotz haben sich unsere &#8220;Gründungsväter&#8221; dazu entschlossen, ihn formal durch die Bundesversammlung &#8220;wählen&#8221; zu lassen. Die Mitglieder der Bundesversammlung sind zwar offiziell nicht an Aufträge und Weisungen gebunden, wir wissen aber, dass dies natürlich ignoriert wird.</p>
<p>Halten wir fest: unsere Bundesregierung hat Herrn Wulff zum neuen Bundespräsidenten ernannt!</p>
<p>Da muß ich mich allerdings fragen: wozu dieser ganze Budenzauber? Gab es je einen Bundespräsidenten, der von der Opposition vorgeschlagen wurde? Warum schlägt die Opposition überhaupt Gegenkandidaten vor? Nur, um den Schein zu wahren?</p>
<p>Mein Vorschlag: die jeweilge Bundesregierung, die zum &#8220;Wahltermin&#8221; des Bundespräsidenten herrscht, ernennt den Bundespräsidenten ganz einfach per Kabinettsbeschluß. Das wäre für unsere Form der Demokratie auch nicht weiter schädlich, würde doch lediglich die gängige Praxis zum offiziellen Akt werden. Die Bundeswehrmusiker würden zur Amtseinführung weiterhin musizieren, Hinz und Kunz dem neuen Präsidenten gratulieren (ich wollte schon kondolieren schreiben), d.h. die ganze Show für die Eliten und die Medien, sowie die interessierten Bürger bliebe erhalten, man würde lediglich auf dieses unwürdige Spektakel verzichten, das man hierzulande Wahl nennt.</p>
<p>Es gibt Momente, da beneide ich Länder, deren Staatsoberhaupt ein König bzw. eine Königin ist: man weiß wer als nächstes kommt (unbeeinflusst von der Politik), die repräsentativen Aufgaben werden ohne größeres Aufsehen erledigt, und gelegentlich präsentiert sich das Staatsoberhaupt dem gemeinen Volk zur Unterhaltung, und generiert dadurch auch noch Einnahmen. Von der ganzen Branche der Hofberichtserstattung etc., die zudem viele Arbeitsplätze schafft, mal ganz zu schweigen.</p>
<p>Aber nein, wir müssen unbedingt eine Wahl inszenieren die soviel mit einer demokratischen Wahl zu tun hat, wie die freie Gewissensentscheidung unserer Parlamentarier mit ihrem tatsächlichen Abstimmungsverhalten.</p>
<p>Markus Ernst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=967</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Videobeweiß im Fußball</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=962</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=962#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 17:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=962</guid>
		<description><![CDATA[Zur Zeit herrscht ja wieder einmal König Fußball über die Nation. Mal ganz abgesehen von der Instrumentalisierung des Fußballs durch die Politik, und die dadurch erhofften Nebenwirkungen, wie von den eigentlichen Problemen abzulenken, habe ich nach den letzten paar Partien mir schon wieder einmal, sowie auch schon die WMs zuvor, die Frage gestellt, wer denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit herrscht ja wieder einmal König Fußball über die Nation. Mal ganz abgesehen von der Instrumentalisierung des Fußballs durch die Politik, und die dadurch erhofften Nebenwirkungen, wie von den eigentlichen Problemen abzulenken, habe ich nach den letzten paar Partien mir schon wieder einmal, sowie auch schon die WMs zuvor, die Frage gestellt, wer denn nun die Schiedsrichter zur Rechenschaft zieht.</p>
<p>Ein Schiedsrichter sollte unauffällig sein, und den Spielfluss aufrechterhalten, und nicht jeden harmlosen Zweikampf mit einer gelben Karte ahnden, und sich so in den Mittelpunkt zu stellen.</p>
<p>Erstes Beispiel heute, Deutschland &#8211; Serbien:</p>
<p>der Schiedsrichter hatte die Meßlatte der mit Gelb zu ahndenden Fouls sehr niedrig angelegt, so niedrig, dass es stellenweise grotesk anmutete. Sei dem so. Dann muss der Schiri allerdings auch das Ganze konsequent so weiterpfeifen. Schweinsteiger hätte nach seinem üblen Einsteiger genauso vom Platz gehört wie der Serbe, der gegen Ende der Partie am eigenen Strafraum Gomez übel zusammengetreten hatte; Schweinsteiger blieb unbehelligt, und der Serbe hat für sein übles Foul auch noch einen Freistoß geschenkt bekommen.</p>
<p>Zweites Beispiel heute, USA &#8211; Slowenien:</p>
<p>der Schiri machte über die meiste Zeit des Spiels einen souveränen Eindruck, bis er zum Ende des Spiels aus nicht nachvollziehbaren Gründen einen Treffer der USA aberkannte: es war nicht einmal abseitsverdächtig, und die einzigen, die Fouls begingen, waren die Slowenen. Zur Not konsultiert man die beiden Assistenten.</p>
<p>Drittes Beispiel vorgestern, Südafrika &#8211; Urugay:</p>
<p>Der Schiri hatte über die meiste Zeit Südafrika eindeutig bevorteilt, schlimme Fouls nicht geahndet, bis er gegen Ende des Spiels, als von Südafrika nichts mehr kam, dem südafrikanischen Torhüter die rote Karte zeigte.</p>
<p>Folgen für die Schiedsrichter sind, jedenfalls unmittelbar, nicht vorgesehen, bzw. wirken sich erst in der Zukunft aus. Wenn ein Spieler während eines Spiels eine regelwidrige Aktion wie ein schweres Foul, oder auch eine Schwalbe macht, die vom Schiedsrichter nicht bemerkt wurde, wird der Spieler nachträglich bestraft.</p>
<p>Warum unterzieht man nicht nachträglich das Spiel einer Analyse und sucht gezielt nach Verfehlungen des Schiedsrichters? Im Falle des Spiels USA &#8211; Slowenien könnte man entweder nachträglich das Tor anerkennen, was wohl nicht gemacht wird, oder den Schiedsrichter zu einer empfindlichen Strafe verdonnern, und zwar zu so einer empfindlichen, dass alle anderen Schiedsrichter abgeschreckt würden; kommt natürlich ebenfalls nicht.</p>
<p>Was man allerdings sehr wohl machen könnte, und was auch schon in anderen Sportarten Gang und Gebe ist: die Einführung des Videobeweißes!<br />
Und, warum kommt der nicht? Weil der Fußballdiktator Sepp Blatter es nicht will. Das passt zur FIFA wie die Faust aufs Auge!</p>
<p>Wir können ähnliches in der Politik beobachten: Transparenz ist nicht erwünscht. Gut, in der Politik ist klar, warum nicht, aber ausgerechnet im Fußball? Die Machtposition der FIFA würde nicht tangiert, trotzdem wird dieser Beweiß immer wieder strikt abgelehnt.</p>
<p>Die Erfahrung zeigt allerdings, dass wenn Änderungen scheinbar grundlos abgelehnt werden, soll etwas vertuscht werden. Da frage ich mich natürlich schon, was die FIFA vertuschen möchte, wenn sie den Videobeweiß kategorisch ablehnt. Mir persönlich fällt da immer gleich ein Grund ein, der mir im Laufe jeder Weltmeisterschaft wieder auffällt: wer hat ein Interesse an unverückbaren Schiedsrichterentscheidungen, die nicht revidiert werden können? Da fällt mir doch auf Anhieb die Wettmafia ein.</p>
<p>Das klingt natürlich gleich nach einer VT, nur nach den Erfahrungen auf nationaler und europäischer Ebene mit Wettskandalen darf man sich wohl zurecht fragen, warum ausgerechnet die WM davon verschont bleiben sollte. Gewettet wird weltweit, d.h. es wird garantiert versucht auf die Schiedsrichter, sicherlich auch auf einige Spieler, einzuwirken. Die Weigerung der FIFA den Videobeweiß einzuführen begünstigt auf alle Fälle die Interessen der Wettmafia. Vielleicht hat die FIFA da weitreichende Vereinbarungen, und wird am Gesamtwettumsatz beteiligt; wundern würde es mich jedenfalls nicht.</p>
<p>Zusammenfassung: die Spiele sind zum Teil wirklich attraktiv, und es macht dann auch Spaß zuzuschauen. Leider wird dies durch die Tatsachenentscheidungen zum Teil massiv getrübt. Ich werde mir auch weiterhin viele Spiele anschauen, auch wenn manche Entscheidungen mir die Galle hochkommen lassen.</p>
<p>Lösung: ENDLICH den Videobeweiß einführen. Vorschläge, wie der praktikabel zu handhaben ist, gibt es reichlich. Je länger sich die FIFA weigert, desto bedenklicher. Vielleicht hat ja die UEFA, oder gar der DFB, das Rückgrat diesen Beweiß für ihre Ligen einzuführen.</p>
<p>Markus Ernst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=962</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir sparen die Gesellschaft zu Tode</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=959</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=959#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 19:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=959</guid>
		<description><![CDATA[Das war ja wieder einmal klar: Menschen verursachen Kosten. Also echt, das ist echt ein dickes Ding! Das Credo in der heutigen Zeit lautet ja: Sparen, koste es, was es wolle! Da wird mit minimaler Personaldecke gearbeitet, um Kosten zu sparen. Dabei geht zwar ein vielfaches an Umsatz verloren, aber hauptsache gespart. Da wird uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das war ja wieder einmal klar: Menschen verursachen Kosten. Also echt, das ist echt ein dickes Ding!</p>
<p>Das Credo in der heutigen Zeit lautet ja: Sparen, koste es, was es wolle!</p>
<p>Da wird mit minimaler Personaldecke gearbeitet, um Kosten zu sparen. Dabei geht zwar ein vielfaches an Umsatz verloren, aber hauptsache gespart. Da wird uns vorgerechnet, wieviel Kosten die Blähungen von Kühen verursachen, was uns das Instanthalten der Infrastruktur vom Geldbeutel abzwackt, und ganz aktuell wieviel Geld <a title="Studie Gewalt kostet Weltwirtschaft pro Jahr sieben Billionen Dollar" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,699337,00.html" target="_blank">Gewalt kostet</a>; die Liste lässt sich beliebig fortführen.</p>
<p>Was dabei geflissentlich verschwiegen wird ist, dass die Kosten etwas ganz natürliches sind, und dass die Kosten der einen die Gewinne der anderen sind. Anders ausgedrückt: wenn es von heute auf morgen keine Gewalt mehr gäbe, würden sehr viele Unternehmen Pleite gehen, und noch mehr Menschen auf der Straße sitzen, die zudem weniger Geld für den Konsum hätten.</p>
<p>Das Beispiel am Thema der Gewalt festzumachen hat sich nur so ergeben, und lässt sich auf jedes andere Kostenphänomen übertragen. Zum Beispiel das Thema Verkehr: der Straßenverkehr ruiniert die Infrastruktur und verursacht zudem immense Kosten für die Gesundheitssysteme. Die positiven Aspekte werden auch hier natürlich ausgeblendet.</p>
<p>Es ist natürlich im Prinzip nichts dagegen einzuwenden, unnütze Kosten zu minimieren. Wenn nun allerdings alle anfangen alle Kosten zu senken, wird eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, die sich nur schwerlich aufhalten lässt. Wir leben nun einmal in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der alles in Geld ausgedrückt wird. Auch wird unsere Gesellschaft gerne als Konsumgesellschaft bezeichnet. Nur ohne Geld funktioniert das nicht. Wenn Firmen, der Staat und andere die Kosten senken heißt das im Klartext, dass es kein Wachstum gibt, dass ja ein weiteres Mantra unserer Gesellschaft ist, vielmehr schrumpft die Volkswirtschaft. Zudem werden die Einsparungen meistens ein Opfer haben: die Mehrheit der Bevölkerung.</p>
<p>Deutschland zum Beispiel schrumpft. Grund ist, dass zu wenig Kinder in unserer Gesellschaft geboren werden. Versuche dies zu ändern verlaufen bestenfalls halbherzig. An der Alternative das Schrumpfen durch verstärkte Immigration auszugleichen scheitern unsere Politiker bereits seit Jahrzehnten. Wie soll also Wachstum stattfinden, wenn die Einwohnerzahl schrumpft, und die Gesellschaft überaltert?</p>
<p>Genau dies ist ein kritischer Punkt: da werden massive Kosten auf uns zukommen, es werden allerdings keine Investitionen vorgenommen, um diesem Problem angemessen zu begegnen. Nicht die Kosten sind das Problem, sondern mangelnde Investitionen. Es ist auch nicht das Problem, dass zu wenig Geld da ist, sondern die Verteilung des Geldes. Anstelle den aktuellen Problemen mit neuen Ideen zu begegnen, wenden unsere Eliten die Lösungen von vorgestern an, um letztendlich ihre eigenen Pfründe zu sichern. Dies ist allerdings zu kurzfristig gedacht, denn eine Elite ohne solides Fundament kann nicht existieren.</p>
<p>Das Nichtinvestieren ist wohl einer der Hauptgründe für die aktuelle Sparwelle: im Kapitalismus ist das Geld für den Wirtschaftskreislauf da, und nicht für die Schatzbildung. Da also immer weniger Geld (prozentual) in die Realwirtschaft investiert wird, müssen, um ein Wachstum vorzugaukeln, alle möglichen Kosten gesenkt werden. Die Auswirkungen habe ich oben beschrieben.</p>
<p>Vom gesellschaftlichen Auftrag an die Eliten mal ganz abgesehen: wie borniert muss man eigentlich sein, um wie aktuell weiterzumachen?</p>
<p>Markus Ernst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=959</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deutschland als Kriegsnation</title>
		<link>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=939</link>
		<comments>http://www.7schlaefers-domain.com/?p=939#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 11:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>7schläfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.7schlaefers-domain.com/?p=939</guid>
		<description><![CDATA[Ja wo ist sie denn nur geblieben? Die Debatte über den Auslandseinsatz der Bundeswehr? Wo sind die Beiträge der Mainstreammedienlandschaft zu diesem Thema? Gerade letztere haben sich in schöner Selbstgefällig- und Selbstgerechtigkeit geübt, als sie lapidar jegliche Mitverantwortung an dem Rücktritt von sich wießen und inhaltlich nur zu sagen hatten, dass dies ja schon im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja wo ist sie denn nur geblieben? Die Debatte über den Auslandseinsatz der Bundeswehr? Wo sind die Beiträge der Mainstreammedienlandschaft zu diesem Thema?</p>
<p>Gerade letztere haben sich in schöner Selbstgefällig- und Selbstgerechtigkeit geübt, als sie lapidar jegliche Mitverantwortung an dem Rücktritt von sich wießen und inhaltlich nur zu sagen hatten, dass dies ja schon im Weißbuch der Bundeswehr stünde, d.h. dass die Bundeswehr die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands auch mit Waffengewalt vertritt, nur mehr kommt da anscheinend nicht.</p>
<p>&#8220;Horst wer?&#8221; könnte man da schön fragen&#8230; unser letzter Präsident hatte auf dieses Kasperletheater keine Lust mehr, was auch verständlich ist. Anstelle über das Thema zu diskutieren, haben die Medien lieber über ihn diskutiert bzw. polemisiert. Falls dem Mainstream der Medien also schon lange aufgrund des Weißbuchs aus dem Jahre 2006 klar war, dass der Krieg in Afghanistan aus wirtschaftlichen Gründen geführt wird, ja warum nur hat er dies nicht thematisiert?</p>
<p>Ich bezweifle nämlich, dass der Großteil der Bevölkerung überhaupt über die Existenz eines Weißbuches, und geschweige denn über den Inhalt Bescheid weiß. Die Medien jedoch tun so, als ob die Lektüre dieses Dokuments für alle Deutschen eine Selbstverständlichkeit wäre. Das Thema ist nach weniger als einer Woche seit dem Rücktritt des Bundespräsidenten schon wieder aus den Schlagzeilen verschwunden, so als ob es nie da gewesen wäre, und bevor es zum Thema werden konnte.</p>
<p>Ist das das Selbstverständnis unser Medienlandschaft? Haben die Medienvertreter Angst, dass sie von der Regierung nicht mehr rund um die Welt mitgenommen, zu Veranstaltungen und Interviews eingeladen werden? Wo ist denn die hochgehaltene Unabhängigkeit der Presselandschaft zu finden? Nur noch auf dem Papier und in rührseligen Reden?</p>
<p>Auch die Umstände sind verwirrend: da tritt ein Staatsoberhaupt, unsere offizielle Nr. 1, zurück, und der Beitrag der Presse beschränkt sich auf das der vergangen Tage? Man stelle sich nur mal vor was in anderen Ländern los wäre, von England mal ganz zu schweigen.</p>
<p>Der Bundeshorst ist/hat/wurde zurückgetreten, und so wurde diese Debatte verhindert. Da stellt sich schon die Frage, ob er denn aus freien Stücken zurückgetreten ist, ist aber letztenendes auch völlig egal. Was man sich allerdings fragen sollte: wozu brauchen wir eigentlich einen Bundespräsidenten?</p>
<p>Und der Beitrag der Politik zu diesem Thema? Irrelevant. Was interessiert es schon, was Berufslügner von sich geben, besonders wenn sie diese Debatte, also den Kampfeinsatz der Bundeswehr zur Sicherung der wirtschaftlichen Interessen Deutschlands im Ausland, fürchten wie der Teufel das Weihwasser?</p>
<p>Bestes Beispiel aktuell: Obama. Der Versprach mehr Transparenz, und verfolgt die Menschen, die dies zu erreichen suchen noch schärfer als sein Vorgänger. Vielleicht haben das alle auch nur missverstanden, und Obama meinte nicht mehr Transparenz für die Bürger über ihre Regierung, sondern mehr Transparenz der Regierung über ihre Bürger.</p>
<p>Horst Köhler hat da einen Schritt zu mehr Transparent gewagt, und ist umgehend gescheitert; vielleicht war sein Problem, dass er kein Politiker ist, denn als solcher hätte er vermutlich im Traume nicht daran gedacht mehr Transparenz zu wagen.</p>
<p>Deutschland hat allerdings eine Aufgabe gewonnen: Deutschland sollte sich ganz klar und öffentlich dazu bekennen, dass es militärisch auf dem internationalen Parkett es wieder mit den ganz Großen aufnehmen will; ebenso sollte Deutschland aufhören für seinen Krieg, und insbesondere für die zukünftigen, sich irgendwelche altruistischen Gründe auszudenken, sondern ganz klar und vor allem  öffentlich formulieren, warum ein Kriegseinsatz zur Wahrung der wirtschaftlichen Interessen die günstigste Variante ist, bzw. warum ein militärisches Nichteinschreiten Deutschland teurer kommt.</p>
<p>Markus Ernst</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.7schlaefers-domain.com/?feed=rss2&amp;p=939</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
