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System Error #XXX (Help unwanted)

Wie wir zur Zeit beobachten können, droht die Staatsverschuldung einiger EU-Mitgliedsstaaten die anderen Mitgliedsländer zu belasten, auch wenn diese nicht wesentlich besser dastehen. Die Lösung, die uns verkauft werden soll heißt kontrollierte Inflation.
Dies sei zwar für alle teuer, allerdings wäre ein “Big Bang” noch teurer heißt es da.
Das klingt doch sehr vertraut: so hat man auch schon bei der Bankenrettung argmentiert. Nehmen wir einfach mal an, dass eine kontrollierte Inflation die Probleme lösen würde. Viel interessanter ist dann die Frage, welche Probleme neu geschaffen werden.
Inflation ist ja ein normaler Vorgang, der über die Zeit das Geld entwertet. Das bedeutete in der Vergangenheit, dass die Preise stiegen, und mit den Preisen auch die Löhne und Gehälter. So war in den 50er Jahren 700 DM ein sehr gutes Gehalt für einen Abteilungsleiter, heutzutage erhält ein vergleichbarer Arbeitnehmer das acht- bis 10-fache. Das ist ja auch völlig in Ordnung, sind die Lebenshaltungskosten ebenfalls in einem ähnlichen Umfang gestiegen.
Seit einiger Zeit lässt sich allerdings eine andere Entwicklung beobachten: das Geld wird immer weniger wert, und zudem schrumpft der Nominallohn. So ist ja zur Zeit wieder der Mindestlohn für das Postgewerbe im Gespräch, der vorerst auf Grund formaler Fehler keine Gültigkeit mehr hat. Im Jahr 1996 war beispielsweise der Einstiegslohn als Briefzusteller bei ziemlich genau 10 Euro/Stunde, nämlich 19 Euro paar und neunzig. Heute liegt der Einstiegslohn darunter bei gleichzeitiger Entwertung des Geldes. Selbst der vorgsehene Mindestlohn läge darunter.
Diese Entwicklung lässt sich in sehr vielen Branchen beobachten.
Die Frage ist doch, wie wird das bei einer kontrollierten Inflation laufen, die vermutlich über der bereits definierten Höchstgrenze liegt? Werden die Löhne und Gehälter der Massen ebenso ansteigen, wie es bis in die 80er und zum teil 90er Jahre üblich war? Was passiert mit Hartz IV und den Renten?
Es sieht nicht danach aus, als ob es einen Anstieg geben wird, da ja jeder Arbeitgeber und der Staat sparen muss. So wird der Steuerzahler die ganze Chauce doppelt und dreifach auslöffeln: einmal eine immense Staatsverschuldung abbauen, die noch Generationen beschäftigen wird, dann wäre noch der Wohlstandverlust der Gesellchaft, wobei es da einige besonders hart treffen wird, und dann noch damit einhergehend die steigende Steuer- und Abgabenbelastung, da diese Mindereinnahmen kompensiert werden müssen.
Dies alles wird unternommen um ein System zu stabilisieren und zu retten, das vor dem totalen Kollaps steht. Wie ich schon öfter geschrieben habe: das System wird zur Zeit gerade von den Menschen abgeschafft, die es versuchen zu retten, da das System sich sonst selber abschafft oder Änderungen herbeiführt, die von den Eliten unerwünscht sind, da jede Änderung einen möglichen Machtverlust einzeler oder mehrerer bedeutet. Ein Systemwechsel oder radikale Änderungen am bestehenden System werden also von den politischen und wirtschaftlichen Eliten nicht einmal in Betracht gezogen, vielmehr sollen wenns schon den Bach runter geht alle und alles mitgerissen werden.

Wie wir zur Zeit beobachten können, droht die Staatsverschuldung einiger EU-Mitgliedsstaaten die anderen Mitgliedsländer zu belasten, auch wenn diese nicht wesentlich besser dastehen. Die Lösung, die uns verkauft werden soll, heißt kontrollierte Inflation.

Dies sei zwar für alle teuer, allerdings wäre ein “Big Bang” noch teurer heißt es da.

Das klingt doch sehr vertraut: so hat man auch schon bei der Bankenrettung argumentiert. Nehmen wir einfach mal an, dass eine kontrollierte Inflation die Probleme lösen würde. Viel interessanter ist dann die Frage, welche Probleme neu geschaffen werden.
Inflation ist ja ein normaler Vorgang, der über die Zeit das Geld entwertet. Das bedeutete in der Vergangenheit, dass die Preise stiegen, und mit den Preisen auch die Löhne und Gehälter. So war in den 50er Jahren 700 DM ein sehr gutes Gehalt für einen Abteilungsleiter, heutzutage erhält ein vergleichbarer Arbeitnehmer das acht- bis 10-fache. Das ist ja auch völlig in Ordnung, sind die Lebenshaltungskosten ebenfalls in einem ähnlichen Umfang gestiegen.

Seit einiger Zeit lässt sich allerdings eine andere Entwicklung beobachten: das Geld wird immer weniger wert, und zudem schrumpft der Nominallohn. So ist ja zur Zeit wieder der Mindestlohn für das Postgewerbe im Gespräch, der vorerst auf Grund formaler Fehler keine Gültigkeit mehr hat. Im Jahr 1996 war beispielsweise der Einstiegslohn als Briefzusteller bei ziemlich genau 10 Euro/Stunde, nämlich 19 Mark paar und neunzig. Heute liegt der Einstiegslohn darunter bei gleichzeitiger Entwertung des Geldes. Selbst der vorgesehene Mindestlohn läge darunter.

Diese Entwicklung lässt sich in sehr vielen Branchen beobachten.
Die Frage ist doch, wie wird das bei einer kontrollierten Inflation laufen, die vermutlich über der bereits definierten Höchstgrenze liegt? Werden die Löhne und Gehälter der Massen ebenso ansteigen, wie es bis in die 80er und zum teil 90er Jahre üblich war? Was passiert mit Hartz IV und den Renten?

Grundsätzlich muss erst einmal darauf hingewiesen werden, dass der Mensch, besonders wenn er Macht und Einfluß hat, irgendwann tatsächlich glaubt irgendetwas auf Dauer kontrollieren zu können. Darunter zählt auch und vor allem das Risiko; die aktuelle Krise beweißt ja nun nachhaltig, welchem Irrglauben die Verantwortlichen aufgesessen sind. Der Fall, der nämlich eingetreten ist, galt als quasi unmöglich, so dass man ihn gar ausgeschlossen hat. Diese Menschen haben wirklich geglaubt, dass durch eine wissenschaftlich fundierte Riskostreuung das Risiko beherrschbar wird, so wie andere glauben, der Mensch könne die Natur beherrschen. Das ist allerdings wieder ein anderes Thema… oder auch nicht.

Es sieht nicht danach aus, als ob es einen Anstieg geben wird, da ja jeder Arbeitgeber und der Staat sparen muss. So wird der Steuerzahler die ganze Chauce doppelt und dreifach auslöffeln: einmal eine immense Staatsverschuldung abbauen, die noch Generationen beschäftigen wird, dann wäre noch der Wohlstandverlust der Gesellchaft, wobei es da einige besonders hart treffen wird (lustigerweise ein Versprechen des Kapitalismus und ihrer Vertreter, dass nämlich die Gesellschaft als Ganzes über die Zeit immer besser dastehen wird), und dann noch damit einhergehend die steigende Steuer- und Abgabenbelastung, da diese Mindereinnahmen kompensiert werden müssen.

Dies alles wird unternommen um ein System zu stabilisieren und zu retten, das vor dem totalen Kollaps steht. Wie ich schon öfter geschrieben habe: das System wird zur Zeit gerade von den Menschen abgeschafft, die es versuchen zu retten, da das System sich sonst selber abschafft, oder Änderungen herbeiführt, die von den Eliten unerwünscht sind, da jede Änderung einen möglichen Machtverlust einzeler oder mehrerer bedeutet. Ein Systemwechsel oder radikale Änderungen am bestehenden System werden also von den politischen und wirtschaftlichen Eliten nicht einmal in Betracht gezogen, vielmehr sollen, wenns schon den Bach runter geht, alle und alles mitgerissen werden.

Das Schlimmste daran ist, dass das Aufzeigen anderer Wege nichts bringt, da diese aus oben genannten Gründen abgetan werden. Hilfe wird nur dann angenommen, wenn Hilfe bedeutet, dass sich nichts ändert. Dann ist die Hilfe allerdings auch überflüssig, bzw. wenn sich nichts ändern soll braucht es auch keine Hilfe.

Was würde eigentlich passieren, wenn die Bürger eines Landes ihre Eliten einfach ignorierten?

Markus Ernst

Comments

Comment from Zing
Time 2. Februar 2010 at 15:18

Interessante Frage, mal abgesehen, dass du mit deinen Ausführungen, dem Nagel wieder mal auf den Kopf triffst, welchen Vorteil hatten wir jemals davon einer sich selbst tätschelnden sich selbst erhaltenenden an die Macht klammernden Elite zu zu hören?

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